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Sozioökonomie

Reisbauern in Indonesien

Die Organisation von Menschen in primären sozialen Verbänden und politischen Strukturen bildet die Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Daher stellt die Sozioökonomie einen Schwerpunkt in Forschung und Lehre am Kölner Institut für Ethnologie dar.

Sozioökonomie im B.A.- und M.A.-Studium

Viele im Schwerpunkt "Sozioökonomie" behandelte Themen sind zentrale Menschheitsherausforderungen, in denen Bedarf für interkulturelle Expertise besteht. Im Rahmen dieses Schwerpunktes lernen Sie unter Berücksichtigung ethischer Erkenntnisse wissenschaftlich fundierte Bewertungen und Entscheidungen zu fällen.

Im Bachelorstudium werden Ihnen die Grundlagen zu Sozioökonomie durch regelmäßige Veranstaltungen aus dem Themenfeld des Schwerpunktes vermittelt. 

Im Masterstudium wird dieses Grundlagenwissen im Rahmen des Schwerpunktmoduls 1 ("Sozioökonomie und Mensch-Umwelt-Beziehungen") systematisch weiterentwickelt. Innovative E-Learning Angebote unterstützen das Selbststudium.

Die vertiefte Auseinandersetzung mit Sozioökonomie schult Sie in der Entwicklung von Problemlösungsstrategien in multidisziplinären Themenfeldern. 

Themenfelder im Schwerpunkt Sozioökonomie

Die im Studium behandelten Themenkomplexe umfassen die regionale und globale Einbettung wirtschaftlicher und sozialer Systeme. Interdependenzen von Raum- und Sozialordnungen in ländlichen Gebieten wie auch im urbanen Umfeld werden analysiert und eingeordnet. Konstruktionen von ethnischer und religiöser Differenz, Machtstrukturen, Konflikte und die Regulierung von Geschlechterverhältnissen in postkolonialen und heutigen Staaten, Wechselwirkungen von Fundamentalismus und Gesellschaft stellen weitere Schwerpunkte dar. 

Sie erhalten fundierte Einsichten in die folgenden Bereiche, die auf lokaler ebenso wie auf transnationaler Ebene untersucht werden:

  • Theorie kollektiver Ressourcen
  • Informationsökonomie
  • Neue Institutionenökonomik
  • Politische Ökonomie
  • Theorien der modernen Konsumkultur
  • Sozialethnologische Perspektiven auf die Interdependenz zwischen familiären Machtstrukturen und der gesellschaftlichen Organisation von sozialen Differenzen 
  • Vulnerabilität von Akteur_innen und Akteursgruppen