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Wege in den Beruf

Wie bei vielen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen gibt es auch im Falle der Ethnologie kein eindeutig-ausschließliches Berufsfeld, in dem man nach dem B.A.- oder M.A.-Abschluss automatisch eine Arbeitsstelle angeboten bekäme. Doch gerade das Ethnologie-Studium qualifiziert in einer globalisierenden Welt für die verschiedensten Berufsfelder – ganz speziell auch außerhalb der Universitäten –  durch die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen wie

  • den Umgang mit der eigenen subjektiven Wahrnehmung,
  • die Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion,
  • die Reflexion über die Kulturbedingtheit von Prozessen der Wissensproduktion sowie
  • interkulturelle Kompetenz und soziales Geschick.

Im Bachelor und Master Ethnologie bieten die Ergänzungsmodule die Möglichkeit, diese Schlüsselkompetenzen in konkreten forschungs- und berufspraktischen Übungen weiter auszubilden und ggf. in einem Praktikum (120 Stunden) anzuwenden.

Verschiedene Berufsfelder

Die klassischen Einsatzmöglichkeiten für Ethnolog_innen in Deutschland sind Universitäten, Forschungseinrichtungen und Museen. Angesichts der bei gleichbleibenden Kapazitäten stark gestiegenen Absolvent_innenzahlen kann dort jedoch nur ein kleiner Teil der fertigen Ethnolog_innen eine Anstellung finden.

Für die akademische Laufbahn ist das Masterstudium mit anschließender Promotion unabdingbar. Dabei unterstützt Sie insbesondere das Angebot im Masterstudium zur wissenschaftlichen Praxis und zur Feldforschungspraxis. 

Zunehmend werden jedoch ethnologische Kompetenzen auch in verschiedenen außeruniversitäten Berfufsfelder nachgefragt und hochgeschätzt. Neben Lehre und Forschung arbeiten heute Ethnolog_innen in Berufsfeldern, wie zum Beispiel:

  • in der Entwicklungszusammenarbeit
  • in nationalen und internationalen Organisationen (NGOs)
  • bei Verbänden und Stiftungen (z.B. auch in der Verwaltung)
  • in Kulturinstituten und im Bereich Kulturmanagement
  • bei Verlagen und Redaktionen mit interkultureller Thematik (Journalismus)
  • in der Organisations- und Marktforschung sowie im Consulting-Bereich
  • in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Tourismus
  • in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und der Erwachsenenbildung
  • im Bereich Migration, Integration und Asyl
  • im Diplomatischer Dienst

Eine generell "richtige" Strategie für den Berufseinstieg gibt es nicht. Viele kommen auf unkonventionellen Wegen zu ihrem Beruf. Empfehlenswert ist es aber in jedem Fall, frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln und für die eigenen beruflichen Interessen relevante Zusatzfähigkeiten zu erwerben. Dies kann etwa durch die Wahl des geeigneten 2. Faches (im Zwei-Fach-Bachelor oder Zwei-Fach-Master) geschehen und durch eine entsprechende Profilbildung während des Studiums – in Ergänzungsmodulen und im Studium Integrale – etwa in Form von Praktika oder Auslandsaufenthalten. Die Kenntnisse wenig verbreiteter Fremdsprachen sind oft ein besonderer Pluspunkt, aber noch häufiger sind verhandlungssichere Englisch-, Französisch- und/ oder Spanisch-Kenntnisse (je nach regionaler Spezialisierung) gefragt.

Für eine Berufskarriere außerhalb der Universitäten unterstützt Sie insbesonder das Angbot im Bachelor- und Masterstudium zur Berufspraxis. Ein Auslandsaufenthalt an unseren Partneruniversitäten kann bereits im Bachelor ab dem 3. Fachsemester eingeplant werden. Informieren Sie sich frühzeitig über Fördermöglichkeiten.

Die Dozent_innen der Ethnologie sind gerne bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen behilflich, unterstützen bei der Strukturierung des Studiums und liefern Informationen zu Berufs- und Fördermöglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt. Kontaktieren Sie hierfür die speziellen Angebote unserer Studienberatung. Dennoch ist Eigeninitiative unbedingt erforderlich, und das Thema Beruf bis zum Studienabschluss auszublenden, ist sicher keine geeignete Strategie.