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Archiv Feldforschungspraktika

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Am Institut für Ethnologie werden in regelmäßigen Abständen (in der Regel alle zwei Jahre) betreute Feldforschungspraktika angeboten, bei denen M.A.- und fortgeschrittene B.A.-Studierende die Möglichkeit haben, Erfahrungen in der Feldforschungspraxis zu sammeln.

Vergangene Feldforschungspraktika fanden u. a. in Kamerun,Ghana, Nigeria, Indien, Nepal, Griechenland, Estland, Namibia, Kalifornien und Indonesien statt. Die Praktika der vergangenen Semester werden hier kurz vorgestellt.

Thema des Feldforschungspraktikums 2019/20
Ethnographie im und vom Museum: das Rautenstrauch-Joest-Museum

 

 

Im WiSe 2019/20 und SoSe 2020 fand das „reguläre“ zweisemestrige Feldforschungspraktium unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Zillinger statt. Mit diesem zweisemestrigen Projekt begann im WiSe 19/20 ein Zyklus von zweisemsterigen Lehrforschungen in und über ethnologische Museen „vor Ort“ in Köln. Im WiSe 2020/21 und SoSe 2021 setzt sich der Zyklus fort unter dem Titel "Decentering the Museum"

Der Inhalt der der Lehrforschung im WiSe 2019/20 und SoSe 2020:

Das wachsende öffentliche Bewusstsein für koloniale Gewalt und historische Ungerechtigkeiten hat ethnographische Sammlungen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Debatten gestellt. Museen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Ausstellungspraktiken zu dekolonisieren und ihre Sammlungsgeschichte auf Beutekunst, koloniale Verwicklungen und systematische Ausschlüsse zu untersuchen.

Der Ikonoklasmus kolonialer Raubzüge und die schmerzhaften Lücken, die das Stehlen, Zerstören und Abkaufen dieser Gegenstände in den Herkunftsgesellschaften verursachte, prägen weiterhin die Kontroversen um die verschiedenen Archive, ihre Objekte und die Arbeit von Kurator*innen, Forscher*innen und Politiker*innen - in Köln und weltweit. Die Kontroversen, die sich in jüngster Zeit um diese Sammlungen herum entwickelt haben, breiten sich transnational aus, werden aber gleichzeitig an verschiedenen Orten unterschiedlich ausgetragen - in Brasilien und Marokko, in Südafrika, Kenia oder Namibia, Korea und Vietnam sehen wir uns lokal spezifischen Archivsituationen, kuratorischen Strategien und Identitätspraktiken gegenüber, die dennoch durch die transnationalen Verhandlungen im standardisierten Register von Rechtsansprüchen und Kommodifizierung miteinander verbunden sind.

Im Zuge der laufenden Debatte hat auch die Ethnologie die Bedeutung der ehemaligen Völkerkundemuseen für die Ausbildung der eigenen Disziplin und ihres Wissensbegriffs wiederentdeckt, aber noch gibt es keine nennenswerten Forschungen, die diese gegenwärtigen Debatten selbst ethnographisch aufbereiten. Probleme und drängende Fragen gibt es allerdings genug: So lässt sich beobachten, dass die Schließung der europäischen Grenzen und die immer rigoroseren und gewalttätigeren Versuche, Migranten und Personen aus dem globalen Süden von europäischem Boden fernzuhalten, mit dem Forderung einhergehen, Objekte in ihre Herkunftsländer zurückzugeben. Glaubt Europa wirklich, dass es die ethnographischen Sammlungen nicht mehr braucht? Warum, fragte Achille Mbembe kürzlich, glaubt Europa, diese Objekte nun entsorgen zu können? Wie hängen die Reinigungsarbeiten in den Museen mit nationalistischen Politiken in Europa und anderen Regionen der Welt zusammen? Zugleich werden in den Museen zentrale gesellschaftlichen Debatten ausgetragen – in Europa darüber, was es heißt, in einer postmigrantischen Gesellschaft zusammen zu leben und wie gemeinsame Erinnerungsformen an eine gewaltsame Vergangenheit gefunden werden können, an vielen Orten des globalen Südens über Identität, Ethnizität und die Verfassung postkolonialer Gesellschaften, mit all den Verwerfungen, die damit einhergehen.

In dieser Lehrforschung wurde in ethnographischer Manier erst einmal ergründet, was das eigentlich ist, ein Museum – wie diese Institution funktioniert und wie Menschen, Zeichen und Dingen hier in Verhältnis gesetzt und das heißt immer auch medialisiert werden:  Es wurde also die Praxis ethnologischer Museen erforscht. Dafür wurde eine Feldforschung im Rautenstrauch-Joest Museum durchgeführt, die im Laufe des Wintersemesters anhand von Texten aus den Social-Studies-of-Science, der Museumsforschung und Geschichtswissenschaft und natürlich der (Museums-)Ethnologie vorbereitet und im Januar / Februar 2020 en block umgesetzt wurde.

Im SoSe 2020 fand dann im Block die Nachbereitung statt. Die Ergebnisse der Lehrforschung werden nun im September 2020 als Intervention in der Dauerausstellung des RJM präsentiert:

 

 

 

Ergebnisse des Forschungspraktikums 2019-20
Doing the Museum - eine kamera-ethnographische Intervention in der Dauerausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums

Di 22.9.2020 bis So 10.01.2020
Ort: Bereich "Wohnen" der Dauerausstellung RJM

Thema der Feldforschungspraktikums 2018: 
Urban youth’s perspectives on making a future in Cameroon and/or abroad

Das Feldforschungspraktikum wurde in Kollaboration mit Partnern und Studierenden der Universitäten Yaoundé 1, Dschang und Bamenda durchgeführt. Die Projektpartner waren Dr. Deli Teri Tize und Dr. Isaiah Afu (Institut für Ethnologie der Universität Yaoundé 1), Prof. Dr. Alawadi Zelao (Institut für Soziologie der Universität Dschang) und Dr. Jonathan Ngeh (Institut für Medien und Entwicklungsstudien, Universität Bamenda).

Die studentischen Teilnehmer*innen aus Köln waren Lotta Schütt, Dana Harms, Eugene Tingwey, Anna Wölki, Brice Stapelfeldt und Johanna Merz. Aus Kamerun nahmen Laetitia Lyn Menguini Nze und Awah Kum Tchouaffi (Universität Yaoundé 1), Hamza Dabo und Adamu Isa (Universität Dschang), sowie Chancelyne Wulseh Yein und Nzouenkeu Guylaine (Universität Bamenda) teil. 

Die Studierenden der Universität zu Köln und den Partneruniversitäten arbeiteten in Forschungstandems, die sich gemeinsam einer Fragestellung widmten. Die Themenstellung des Feldforschungspraktikums war „Urban youth’s perspectives on making a future in Cameroon and/or abroad“ mit einem Fokus auf die Themen Migration und Translokalität. Das Vorbereitungsseminar im SoSe 18 diente zur inhaltlichen, methodischen und praktischen Vorbereitung des Feldforschungspraktikums. Es war obligatorisch für die Teilnehmer*innen des Feldforschungspraktikums. Im August/September wurde der Forschungsaufenthalt und zwei Workshops zur Vor- und Nachbereitung der gemeinsamen Forschungsprojekte an der Universität Yaoundé 1 durchgeführt (Minimum 6 Wochen). Im WiSe 18/19 fand ein Nachbereitungsseminar zur Auswertung und Präsentation der Ergebnisse der studentischen Forschungen statt.

Kamerun ist ein bilinguales Land mit den Landessprachen Französisch und Englisch. Für das Feldforschungspraktikum waren grundlegende Französischkenntnisse empfehlenswert. Die Beschreibung und Resultate eines ähnlich gelagerten, 2007 durchgeführten kollaborativen Forschungsprojekts mit Studierenden der Universität Yaoundé 1 können Sie hier einsehen.

Folgende Lehrangebote waren Teil des Programms: 

  • WiSe 2017/18 Pelican: Ethnologie Kamerun's – Ausblick auf das Feldforschungspraktikum 2018
  • SoSe 2018 Pelican: Vorbereitungsseminar - Feldforschungspraktikum Kamerun 
  • WiSe 2018/19 Pelican: Nachbereitungsseminar - Feldforschungspraktikum Kamerun" bei Prof. Michaela Pelican statt. 

Downloads

Im Rahmen des Feldforschungspraktikums wird eine Publikation erstellt. 

 

A visual glimpse into fieldwork 2018 on "Urban youth’s perspectives on making a future in Cameroon and/or abroad".
(visit our facebook postings by clicking on the images)

Im Frühjahr 2016 wurde das Feldforschungspraktikum des Instituts für Ethnologie in Namibia durchgeführt. Nachdem während der zwei Feldpraktika in Namibia (1993, 2001) an über das gesamte Land verteilten Orten gearbeitet wurde, bezog sich das Praktikum 2016 vor allem auf den nordwestlichen Teil des Landes. Während der vorherigen Praktika waren weite Entfernungen zwischen den Praktikumsorten für eine intensive Betreuung aber auch für Gruppenarbeiten hinderlich.

Der Nordwesten Namibias wird von etwa 70.000 Menschen bewohnt, die sich oft von Viehhaltung (oft nomadischer Viehhaltung) aber immer häufiger auch von anderen Aktivitäten ernähren. Migrationsarbeit spielt eine Rolle und städtische Bevölkerungen sind ein zwar neues aber rasch wachsendes Phänomen. Während die Region also festgelegt ist, variierten die Einzel- bzw.- Gruppenthemen.

Das Institut unterhält momentan ein größeres Projekt im Nordwesten Namibias, das zu den Problemen der kommunalen Wasserversorgung in der trockenen Region arbeitet. Andere mögliche Themen waren Indigenitätsdiskurse, Community Museen, kommunales Wildmanagement (die Region ist sehr wildreich), Mensch-Tier Konflikte, nomadische Viehhaltung und lokales Wissen, informeller Sektor im (kleinen) urbanen Bereich.

Die Vorbereitung begann mit einem regionalen Einführungskurs im SoSe 2015. Dem folgte im WiSe 2015/16 ein weiterer Einführungskurs, in dem dann Methoden vermittelt und die thematische Präzisierung der Einzelprojekte erfolgte. Die Nachbereitung fand im SoSe 2016 statt. An dem Feldforschungspraktikum konnten fortgeschrittene Studierende des B.A. Studiengangs Ethnologie und Studierende des M.A. Studiengangs Ethnologie teilnehmen. Das Praktikum war auch für Studierende des CEA Studiengangs geöffnet sein. Die Betreuung erfolgte durch Prof. Michael Bollig.

Projekt Kahina: Ethnologie an der Brücke zwischen Europa und Afrika

Im Projekt Kahina können Studierende Forschung und Freiwilligenarbeit verbinden. In Kooperation mit Künstlern, Audio- und Videotechnikern erkunden die Teilnehmenden die Lebenswelten der Einwohner_innen von Melilla. Koordiniert wird Kahina von Jun.-Prof. Dr. Michaela Pelican und Dr. Francesco Bondanini, die interessierte Studierende unseres Instituts bei der Umsetzung eigener Forschungsprojekte vor Ort unterstützen.

Das Feld

In Melilla treffen europäische Geschäftsleute, afrikanische Migrant_innen, Touristengruppen und marokkanische Pendler_innen zusammen. Kahina hat sich zur Aufgabe gemacht, das Zusammenleben dieser verschiedenen Gruppen ethnologisch zu erforschen und praktisch zu verbessern. Soziale Ungleichheit und multiethnische Gemeinschaften stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Studierende untersuchen die sozialen Strukturen der benachteiligten Außenbezirke Melillas, forschen zu Konflikten und möglichen Lösungen und zeichnen das tägliche Miteinander nach. 

Forschung trifft Kunst

Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Melilla werden den Informant_innen Wege aufgezeigt, wie sie sich stärker in die öffentliche Wahrnehmung einbringen können und negativen Stereotypen eine positive Teilhabe am Stadtleben entgegensetzen können – zum Beispiel durch Malworkshops, Videoausstellungen oder Theateraufführungen. Wissenschaftliche und künstlerische Arbeit gehen Hand in Hand.

 

Im Juli und August 2012 fand das Feldforschungspraktikum in Uganda in Kooperation mit dem Institute of Peace and Strategic Studies (IPSS), Gulu University, statt. Hierbei erarbeiteten Studierende aus Köln gemeinsam mit Studierenden der Gulu University in Tandems ihre Feldforschungsprojekte.

Das Praktikum wurde von Prof. Dorothea Schulz (Institut für Ethnologie der UzK), Assoc. Prof. Dr. Lioba Lenhart (IPSS, Gulu University) sowie Dennis Gengomoi Akena, M.A. (Absolvent beider Universitäten) geleitet und war für Studierende im Master Ethnologie und (letztmals) Magister Völkerkunde (Hauptfach) geöffnet. Auch besonders qualifizierte Bachelor-Studierende konnten auf Antrag teilnehmen.

Gemeinsam bearbeiteten die teilnehmenden Studierenden aus Gulu und Köln insgesamt vier Themencluster in ihren Forschungsprojekten.

Themencluster

  • Governance and political participation (at the local level)
  • Changing inter-generational and gender relations
  • Traditional social obligations and forms of exchange
  • Changing conditions for economic enterprise

In Kooperation mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF Bonn) fand von Januar bis März 2010 das Feldforschungspraktikum in Äthiopien statt. Thematisch setzte sich das Praktikum mit den sozialen und politischen Aspekten von Wasserspeichern im Flussbecken des Blauen Nil (Äthiopien) auseinander.

Das Feldforschungpraktikum fand im Rahmen des Projektes 'Rethinking Water Storage for Climate Change Adaptation in Sub-Saharan, ZEF' statt.

Für die Teilnahme am Feldforschungspraktikum wurden vom ZEF (Bonn) fünf Feldforschungsstipendien in Höhe von 2.500 Euro vergeben.

Betreut wurde das Praktikum durch Dr. Wolfram Laube, Dr. Irit Eguavoen (ZEF Bonn) und Prof. Michael Bollig. Teilnehmen konnten Studierende im Magister Völkerkunde (Hauptfach), im Master Ethnologie und im Master Culture and Environment in Africa.

Im WiSe 2009/10 fand dazu ein Vorbereitungsseminar am Institut für Ethnologie statt. Im SoSe 2010 fand ein Nachbereitungsseminar zur Auswertung der Feldforschungsdaten statt.

Beitrag zum KEK im SoSe 2010, Themenschwerpunkt 'Klimawandel':

'Re-thinking water storage for climate change adaptation in sub-Saharan Africa'

Dr. Irit Eguavoen & Dr. Wolfram Laube (ZEF, Bonn)
Di, 18.05.2010, 16.00 - 17.30 Uhr in Raum B IV

Im Sommer 2009 flogen sechs unserer Ethnologie-StudentInnen im Rahmen eines Feldforschungspraktikums auf die Cookinseln und führten dort innerhalb von acht Wochen ihre erste Feldforschung durch.

Während bisher die Feldforschungspraktika am Kölner Institut im zwei- bis dreijährigen Abstand angeboten wurden, bildete die Lehrforschung auf die Cookinseln den Anfang eines regelmäßigen Turnus: Feldforschungspraktika sind im Master-Studium Ethnologie Bestandteil des Wahlpflichtmoduls 'Feldforschungspraxis' und werden daher nun in der Regel einmal jährlich angeboten, so dass ein größerer Anteil von Studierenden als bisher die Möglichkeit hat, schon während des Studiums Erfahrungen in der Durchführung einer ethnologischen Feldforschung zu sammeln.

Allgemeines

Das Forschungsziel 2009, die Cookinseln, liegt in der Region Ozeanien im Südpazifik. Das Archipel besteht aus 15 Inseln, von denen die größte Rarotonga mit der Hauptstadt Avarua ist. Die Cookinseln sind unabhängig, jedoch mit Neuseeland, das meist auch die außenpolitische Vertretung übernimmt, assoziiert. Auf Rarotonga leben etwa 10.000 Einwohner, wobei diejenigen mit polynesischen Wurzeln in der Mehrzahl sind. Gesprochen wird Cook Islands Maori und Englisch.

Das Projekt wird von Dr. Arno Pascht geleitet, der für seine Doktorarbeit über Landrechte bereits längere Zeit auf Rarotonga geforscht hat. Während des Sommersemesters 2009 gibt es eine intensive Vorbereitungsphase, in der die Teilnehmer ihr Wissen über das ethnologische Methodenspektrum erweitern, ihre Forschungskonzepte weiterentwickeln und ihre regionalen Kenntnisse vertiefen.

Themen

Da sich die meisten der teilnhemenden StudentInnen am Ende ihres Studiums befanden, bildete das jeweilige Forschungsthema Grundlage der Abschlussarbeit. Alle TeilnehmerInnen konnten eigene Forschungsideen einbringen, wobei folgende Themenschwerpunkte im Vorfeld angedacht wurden:

  • Sprache und Identität
  • Materielle Kultur
  • Traditionelles Wissen
  • Heirat / Fertilität
  • Identität und Migration
  • Kolonialgeschichte

Für die StudentInnen bot dieses Feldforschungspraktikum die Chance, in einem Team wissenschaftlich zu arbeiten und persönlich wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus hatten die TeilnehmerInnen damit die Gelegenheit, die im Laufe ihres Studiums erworbenen Kenntnisse tatsächlich anzuwenden und zu ergänzen.

Die Feldforschungsgruppe schilderte die Erlebnisse und Eindrücke, die sich sowohl im Vorfeld als auch während der Forschung ergeben, gemeinsam in einem Blog. 

Das Institut für Ethnologie hat im Frühjahr 2006 in Kooperation mit IMPETUS ein Feldforschungspraktikum für Studierende im Drâa-Tal angeboten. Das Projekt wurde von Kerstin Hadjer und Thamar Klein geleitet, eine begleitende Übung fand in Zusammenarbeit mit Holger Kirscht und Christina Rademacher statt. Die Vorbereitungen (Methodik, Länderkunde, Entwicklung von Forschungsdesigns) hatten im Wintersemester 05/06 begonnen, die Forschungen fand im Februar / März 2006 statt, in der Region um Zagora. Die Forschungsfragen der Studierenden erstreckten sich über eine große Bandbreite, darunter

  • Geschlechterbeziehungen im Drâa-Tal
  • Nutzung verschiedener Heilungsverfahren im Drâa-Tal
  • Soziale und politische Interaktion ethnischer Gruppen
  • Wirtschaftliche und soziale Funktion des Marktes für einen Händler
  • Interaktion zwischen Berbern und Touristen / Beziehung zwischen ethnischer Konstruktion und Tourismus
  • Fernsehrezeption im Drâa-Tal
  • Tanz und Alltag
  • Töpferei im Drâa-Tal

Die Feldforschungsphase betrug sechs Wochen in den Semesterferien. Im Sommersemester (2006) werden die Daten gemeinsam ausgewertet und im Anschluss als Sammelband oder Reader publiziert. Da sich die meisten Teilnehmer/innen am Ende ihres Studiums befinden, arbeitet das Projekt gezielt auf die Erstellung von ethnologischen Magisterarbeiten zum Drâa-Tal hin. Das Praktikum wurde finanziell von der Universität unter Eigenbeteiligung der Studierenden getragen. An dieser Stelle möchten wir uns ebenfalls bei der Geschäftsleitung von IMPETUS bedanken, die uns hinsichtlich Infrastruktur und Forschungsgenehmigungen unterstützte.