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Archiv Feldforschungsprojekte

Am Institut für Ethnologie werden in regelmäßigen Abständen (in der Regel alle zwei Jahre) betreute Feldforschungspraktika angeboten, bei denen MA- und fortgeschrittene BA-Studierende die Möglichkeit haben, Erfahrungen in der Feldforschungspraxis zu sammeln.

Vergangene Feldforschungspraktika fanden u. a. in Ghana, Nigeria, Indien, Nepal, Griechenland, Estland, Namibia, Kalifornien und Indonesien statt. Die Praktika der vergangenen Semester werden hier kurz vorgestellt.

Im Frühjahr 2016 wurde das Feldforschungspraktikum des Instituts für Ethnologie in Namibia durchgeführt. Nachdem während der zwei Feldpraktika in Namibia (1993, 2001) an über das gesamte Land verteilten Orten gearbeitet wurde, bezog sich das Praktikum 2016 vor allem auf den nordwestlichen Teil des Landes. Während der vorherigen Praktika waren weite Entfernungen zwischen den Praktikumsorten für eine intensive Betreuung aber auch für Gruppenarbeiten hinderlich.

Der Nordwesten Namibias wird von etwa 70.000 Menschen bewohnt, die sich oft von Viehhaltung (oft nomadischer Viehhaltung) aber immer häufiger auch von anderen Aktivitäten ernähren. Migrationsarbeit spielt eine Rolle und städtische Bevölkerungen sind ein zwar neues aber rasch wachsendes Phänomen. Während die Region also festgelegt ist, variierten die Einzel- bzw.- Gruppenthemen.

Das Institut unterhält momentan ein größeres Projekt im Nordwesten Namibias, das zu den Problemen der kommunalen Wasserversorgung in der trockenen Region arbeitet. Andere mögliche Themen waren Indigenitätsdiskurse, Community Museen, kommunales Wildmanagement (die Region ist sehr wildreich), Mensch-Tier Konflikte, nomadische Viehhaltung und lokales Wissen, informeller Sektor im (kleinen) urbanen Bereich.

Die Vorbereitung begann mit einem regionalen Einführungskurs im SoSe 2015. Dem folgte im WiSe 2015/16 ein weiterer Einführungskurs, in dem dann Methoden vermittelt und die thematische Präzisierung der Einzelprojekte erfolgte. Die Nachbereitung fand im SoSe 2016 statt. An dem Feldforschungspraktikum konnten fortgeschrittene Studierende des BA Studiengangs Ethnologie und Studierende des MA Studiengangs Ethnologie teilnehmen. Das Praktikum war auch für Studierende des CEA Studiengangs geöffnet sein. Die Betreuung erfolgte durch Prof. Michael Bollig.

Projekt Kahina: Ethnologie an der Brücke zwischen Europa und Afrika

Im Projekt Kahina können Studierende Forschung und Freiwilligenarbeit verbinden. In Kooperation mit Künstlern, Audio- und Videotechnikern erkunden die Teilnehmenden die Lebenswelten der Einwohner_innen von Melilla. Koordiniert wird Kahina von Jun.-Prof. Dr. Michaela Pelican und Dr. Francesco Bondanini, die interessierte Studierende unseres Instituts bei der Umsetzung eigener Forschungsprojekte vor Ort unterstützen.

Das Feld

In Melilla treffen europäische Geschäftsleute, afrikanische Migrant_innen, Touristengruppen und marokkanische Pendler_innen zusammen. Kahina hat sich zur Aufgabe gemacht, das Zusammenleben dieser verschiedenen Gruppen ethnologisch zu erforschen und praktisch zu verbessern. Soziale Ungleichheit und multiethnische Gemeinschaften stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Studierende untersuchen die sozialen Strukturen der benachteiligten Außenbezirke Melillas, forschen zu Konflikten und möglichen Lösungen und zeichnen das tägliche Miteinander nach. 

Forschung trifft Kunst

Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Melilla werden den Informant_innen Wege aufgezeigt, wie sie sich stärker in die öffentliche Wahrnehmung einbringen können und negativen Stereotypen eine positive Teilhabe am Stadtleben entgegensetzen können – zum Beispiel durch Malworkshops, Videoausstellungen oder Theateraufführungen. Wissenschaftliche und künstlerische Arbeit gehen Hand in Hand.

 

Im Juli und August 2012 fand das Feldforschungspraktikum in Uganda in Kooperation mit dem Institute of Peace and Strategic Studies (IPSS), Gulu University, statt. Hierbei erarbeiteten Studierende aus Köln gemeinsam mit Studierenden der Gulu University in Tandems ihre Feldforschungsprojekte.

Das Praktikum wurde von Prof. Dorothea Schulz (Institut für Ethnologie der UzK), Assoc. Prof. Dr. Lioba Lenhart (IPSS, Gulu University) sowie Dennis Gengomoi Akena, M.A. (Absolvent beider Universitäten) geleitet und war für Studierende im Master Ethnologie und (letztmals) Magister Völkerkunde (Hauptfach) geöffnet. Auch besonders qualifizierte Bachelor-Studierende konnten auf Antrag teilnehmen.

Gemeinsam bearbeiteten die teilnehmenden Studierenden aus Gulu und Köln insgesamt vier Themencluster in ihren Forschungsprojekten.

Themencluster

  • Governance and political participation (at the local level)
  • Changing inter-generational and gender relations
  • Traditional social obligations and forms of exchange
  • Changing conditions for economic enterprise

In Kooperation mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF Bonn) fand von Januar bis März 2010 das Feldforschungspraktikum in Äthiopien statt. Thematisch setzte sich das Praktikum mit den sozialen und politischen Aspekten von Wasserspeichern im Flussbecken des Blauen Nil (Äthiopien) auseinander.

Das Feldforschungpraktikum fand im Rahmen des Projektes "Rethinking Water Storage for Climate Change Adaptation in Sub-Saharan, ZEF" statt.

Für die Teilnahme am Feldforschungspraktikum wurden vom ZEF (Bonn) fünf Feldforschungsstipendien in Höhe von 2.500 Euro vergeben.

Betreut wurde das Praktikum durch Dr. Wolfram Laube, Dr. Irit Eguavoen (ZEF Bonn) und Prof. Michael Bollig. Teilnehmen konnten Studierende im Magister Völkerkunde (Hauptfach), im Master Ethnologie und im Master Culture and Environment in Africa.

Im WiSe 2009/10 fand dazu ein Vorbereitungsseminar am Institut für Ethnologie statt. Im SoSe 2010 fand ein Nachbereitungsseminar zur Auswertung der Feldforschungsdaten statt.

Beitrag zum KEK im SoSe 2010, Themenschwerpunkt "Klimawandel":

"Re-thinking water storage for climate change adaptation in sub-Saharan Africa"

Dr. Irit Eguavoen & Dr. Wolfram Laube (ZEF, Bonn)
Di, 18.05.2010, 16.00 - 17.30 Uhr in Raum B IV

Im Sommer 2009 flogen sechs unserer Ethnologie-StudentInnen im Rahmen eines Feldforschungspraktikums auf die Cookinseln und führten dort innerhalb von acht Wochen ihre erste Feldforschung durch.

Während bisher die Feldforschungspraktika am Kölner Institut im zwei- bis dreijährigen Abstand angeboten wurden, bildete die Lehrforschung auf die Cookinseln den Anfang eines regelmäßigen Turnus: Feldforschungspraktika sind im Master-Studium Ethnologie Bestandteil des Wahlpflichtmoduls "Feldforschungspraxis" und werden daher nun in der Regel einmal jährlich angeboten, so dass ein größerer Anteil von Studierenden als bisher die Möglichkeit hat, schon während des Studiums Erfahrungen in der Durchführung einer ethnologischen Feldforschung zu sammeln.

Allgemeines

Das Forschungsziel 2009, die Cookinseln, liegt in der Region Ozeanien im Südpazifik. Das Archipel besteht aus 15 Inseln, von denen die größte Rarotonga mit der Hauptstadt Avarua ist. Die Cookinseln sind unabhängig, jedoch mit Neuseeland, das meist auch die außenpolitische Vertretung übernimmt, assoziiert. Auf Rarotonga leben etwa 10.000 Einwohner, wobei diejenigen mit polynesischen Wurzeln in der Mehrzahl sind. Gesprochen wird Cook Islands Maori und Englisch.

Das Projekt wird von Dr. Arno Pascht geleitet, der für seine Doktorarbeit über Landrechte bereits längere Zeit auf Rarotonga geforscht hat. Während des Sommersemesters 2009 gibt es eine intensive Vorbereitungsphase, in der die Teilnehmer ihr Wissen über das ethnologische Methodenspektrum erweitern, ihre Forschungskonzepte weiterentwickeln und ihre regionalen Kenntnisse vertiefen.

Themen

Da sich die meisten der teilnhemenden StudentInnen am Ende ihres Studiums befanden, bildete das jeweilige Forschungsthema Grundlage der Abschlussarbeit. Alle TeilnehmerInnen konnten eigene Forschungsideen einbringen, wobei folgende Themenschwerpunkte im Vorfeld angedacht wurden:

  • Sprache und Identität
  • Materielle Kultur
  • Traditionelles Wissen
  • Heirat / Fertilität
  • Identität und Migration
  • Kolonialgeschichte

Für die StudentInnen bot dieses Feldforschungspraktikum die Chance, in einem Team wissenschaftlich zu arbeiten und persönlich wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus hatten die TeilnehmerInnen damit die Gelegenheit, die im Laufe ihres Studiums erworbenen Kenntnisse tatsächlich anzuwenden und zu ergänzen.

Die Feldforschungsgruppe schilderte die Erlebnisse und Eindrücke, die sich sowohl im Vorfeld als auch während der Forschung ergeben, gemeinsam in einem Blog

Das Institut für Ethnologie hat im Frühjahr 2006 in Kooperation mit IMPETUS ein Feldforschungspraktikum für Studierende im Drâa-Tal angeboten. Das Projekt wurde von Kerstin Hadjer und Thamar Klein geleitet, eine begleitende Übung fand in Zusammenarbeit mit Holger Kirscht und Christina Rademacher statt. Die Vorbereitungen (Methodik, Länderkunde, Entwicklung von Forschungsdesigns) hatten im Wintersemester 05/06 begonnen, die Forschungen fand im Februar / März 2006 statt, in der Region um Zagora. Die Forschungsfragen der Studierenden erstreckten sich über eine große Bandbreite, darunter

  • Geschlechterbeziehungen im Drâa-Tal
  • Nutzung verschiedener Heilungsverfahren im Drâa-Tal
  • Soziale und politische Interaktion ethnischer Gruppen
  • Wirtschaftliche und soziale Funktion des Marktes für einen Händler
  • Interaktion zwischen Berbern und Touristen / Beziehung zwischen ethnischer Konstruktion und Tourismus
  • Fernsehrezeption im Drâa-Tal
  • Tanz und Alltag
  • Töpferei im Drâa-Tal

Die Feldforschungsphase betrug sechs Wochen in den Semesterferien. Im Sommersemester (2006) werden die Daten gemeinsam ausgewertet und im Anschluss als Sammelband oder Reader publiziert. Da sich die meisten Teilnehmer/innen am Ende ihres Studiums befinden, arbeitet das Projekt gezielt auf die Erstellung von ethnologischen Magisterarbeiten zum Drâa-Tal hin. Das Praktikum wurde finanziell von der Universität unter Eigenbeteiligung der Studierenden getragen. An dieser Stelle möchten wir uns ebenfalls bei der Geschäftsleitung von IMPETUS bedanken, die uns hinsichtlich Infrastruktur und Forschungsgenehmigungen unterstützte.

Das Feldforschungspraktikum im Sommer 2003 brachte acht Studenten nach Gozo, die kleinere Insel von Malta, im Mittelmeer. Gozo hat etwa 24.000 Einwohner, die über die ganze etwas karge Insel verteilt sind. Malta wird in naher Zukunft der EU beitreten, und dennoch war es in vielen Aspekten wie eine fremde Welt für die Studenten, die sich ihre Forschungsthemen in Absprache mit den betreuenden Dozenten selber erarbeitet hatten.

Dem Aufenthalt auf Gozo war ein Semester der Vorbereitung vorausgegangen, was relativ kurz ist, aber insofern ausreichte, dass keine Sprache gelernt werden musste, da die Amtssprache auf Malta neben Maltesisch auch Englisch ist.

Im Sommer 2001 führte das Institut für Ethnologie ein Feldforschungspraktikum in Namibia und Südafrika durch. 

Die PraktikantInnen haben im Zeitraum von sechs Wochen in bereits existierenden Projekten, die derzeit von Kölner EthnologInnen durchgeführt wurden, mitgearbeitet. In einer Vorbereitungsveranstaltung sowie einer begleitenden Vorlesung haben sich die TeilnehmerInnen des Praktikums in die Region sowie in die Feldforschungsmethodik eingearbeitet. Das Praktikum wurde im August/September 2001 in Kooperation mit UNAM (University of Namibia) durchgeführt. Die Auswertung und Erstellung von Abschlussberichten erfolgte im Rahmen einer Nachbereitungsphase im Wintersemester 2001/02.

Das Praktikum wurde betreut durch: Susanne Berzborn, Michael Bollig, Ute Dieckmann, Larissa Förster, Thekla Hohmann und Ute Stahl.

Von Juli bis Oktober 1999 fand in Kasachstan und Kirgizstan ein Praktikum unter der Leitung von Peter Finke statt.

Als Rahmenthemen fungieren die Transformationsprozesse nach dem Ende des Sozialismus und ihre Folgen in den unterschiedlichen Sphären des ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebens. Innerhalb dieses Rahmens war die Themenwahl relativ frei.

Zur Vorbereitung fand im WS 1998/99 ein (allgemein offenes) Regionalseminar zu Mittelasien und Xinjiang statt. Im SS 1999 wurde mit einem konkreten Vorbereitungsseminar fortgefahren. Die TeilnehmerInnen sollten sich innerhalb dieses Jahres Grundkenntnisse in einer der dort relevanten Sprachen aneignen, entweder Kasachisch, Kirgisisch oder Russisch. Peter Finke hielt in den beiden Semestern gemeinsam mit einer in Deutschland lebenden Kasachin einen Kasachisch-Kurs an der Universität Bonn, Seminar für Sprach- und Kulturwissenschaften Zentralasiens, ab.

Personal Networks and Social Support in Costa Mesa, a Multiethnic Community of Southern California (Field Research 1995)

Students of the University of Cologne and of the University of California, Irvine conducted field research in Costa Mesa, CA.

If you want to find out about people in Costa Mesa you are on the right track. We present observations on the personal networks of 91 inhabitants of Costa Mesa who are linked to 950 associates by emotional, social and economic interactions.

Why Costa Mesa?

Popular opinion and some social science literature tends to regard California, especially Southern California and the Los Angeles area, as a highly mobile and culturally diverse postindustrialized society, but there is an astonishing lack of data on this type of social structure. So we decided to conduct an empirical study of one community in February and March 1995 as part of an ethnographic field practice.

Occupying 16 square miles, the city of Costa Mesa is located in Orange County, almost 40 miles southeast of the urban sprawl of Los Angeles. It borders on the oceanside recreational community of Newport Beach. "Newport Beach is where you have your boat, Costa Mesa is where you get it fixed,? as one inhabitant of the area put it, stressing the working-class character of this site. Trade, manufacturing, and services are the main sectors of economic activity today. Costa Mesa is an ancient site by southern Californian standards, reaching back to its railroad "boom town? days of 1887, when it was a farming community and a market place. In 1994 Costa Mesa had 102,000 inhabitants. Seventy-two percent are Anglos, 20% are Hispanics, 6% are Asians, and 2% are Blacks or other ethnic groups.

Which Method?

For our study we randomly selected inhabitants of Costa Mesa who were asked name-generating questions to elicit the members in their immediate social environment. Hence, our approach mainly centers on personal networks in an urban population.

The idea of a random walk (Klovdahl) is to randomly select persons and to ask them about their personal network. One of the alter-persons who are mentioned by the first informants is interviewed in the next step, and so on for a predetermined number of steps. The number of the walks is determined by the number of the initial informants in the first step. In selecting our sample we planned to apply a random walk design of three steps and 50 walks. Due to lack of time we could not complete the random walks. Data in this presentation refers to the whole set of randomly selected respondents across all three steps of the random walks. Klovdahl, Alden S. 1989 "Urban Social Networks: Some Methodological Problems and Possibilities." In: Kochen, Manfred (ed.): The Small World. Norwood: Ablex, pp. 176-210.

The average Anglo informant in our sample is middle-aged, not necessarily married (half are), and working in a job with middle-level prestige, the typical Hispanic informant can be characterized as young, married, and working in a low-prestige job.

To elicit the names of alters mentioned by the respondents we added some questions to the social support survey that was used in the 1986 International Social Survey Program (ISSP) in several countries.

These twelve questions pose hypothetical situations and focus on issues of social, economic, and emotional support. They mainly tap the inner core of an ego's personal network, the circle of relatives and friends closest to her or him and some additional acquaintances, like neighbors. The questions tend to disregard weak ties. We generated for each respondent an unlimited list of concrete persons whom respondents considered close or important.

Our results

One of the striking features of significant social relations among people in Costa Mesa is their ethnic homogeneity. Anglos have 93.1% of their social ties and Hispanics 97.2% of contacts within their own ethnic group. This pertains to core networks only and does not rule out weaker ties across ethnic boundaries at work and in other contexts. Most of the few interethnic ties are friendship ties, followed by interethnic kin relations, which implies some intermarriage.

One of the interesting characteristics of the personal networks is their geographical spread. For southern Californians, often considered highly mobile, one might expect most relationships to be outside the community where people live. This is clearly not shown in our data. In the overall sample, half of all ties exist within Costa Mesa; an additional quarter of all reported ties are in the wider area of Orange County. Among Hispanics however, three quarters of all ties are within the city of Costa Mesa.

In the literature, personal networks are closely connected with social support, the everyday flow of social and economic interaction, and the help given for coping with crises, a view that we endorse. The thesis frequently emerges that kinship relations loose importance in modern (post-)industrialized societies. This is clearly not supported in our data. Kinship is still there in postindustrialized southern California and quite alive! Kin account for 47.9% of all relationships. For the Hispanic subsample that figure is 73.6% of one's personal network. Thus, the Hispanic community is kin-based, whereas Anglo personal networks are comprised of a mixed circle of associates based on kinship and friendship.

In the Anglo and the Hispanic community kin, friends and neighbors are asked for the same sort of things.

Kin act as emotional and economic trouble-shooters, they are consulted for advice on major changes in life and to discuss important matters, they care when our respondents are sick (mothers and sisters); they lend money (fathers and sons); and various relatives are also mentioned as people who are important in one's life. Friends are social companions. The highest correlation between the role of friends and types of social support is socializing during visits and when going out. Friends are not restricted to companionship only but are also consulted when there are partner problems. Neighbors are less significant and lend instrumental help.

The broad picture of personal networks of Costa Mesans is painted by the ethnic affiliation of respondents leading to ethnically homogeneous, more (Hispanic) or less (Anglos) kin-based circles of associates.

Publication

Thomas Schweizer, Michael Schnegg, and Susanne Berzborn: Personal Networks and Social Support in a Multiethnic Community of Southern California. Social Networks 20, 1998, pp.1-21.

This paper pres­ents ob­ser­va­tions on the per­so­nal net­works of 91 ran­dom­ly selec­ted in­ha­bi­tants of a com­mu­ni­ty in sou­thern Ca­li­for­nia who are lin­ked to 941 as­so­cia­tes by so­ci­al and eco­no­mic in­ter­ac­tions. Over 40% of these re­la­ti­ons are with in­di­vi­du­als in the same lo­ca­li­ty, and al­most 50% refer to kin. Kin act as trou­ble-shoo­ters; fri­ends are so­ci­al com­pa­ni­ons; and neigh­bors are less si­gni­fi­cant. The pat­tern is si­mi­lar for Ang­los and Hi­spa­nic im­mi­grants, but kin and local ties are more im­portant among Hi­spa­nics (over 70%).

Autorinnen

Susanne Berzborn
Annegret Scholz
Friederike Stolleis